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FUSSBALL: Tolle Atmosphäre beim Pokalfinale zwischen Warburg und Menne
Dringenberg. Vor einer großen Kulisse von 600 Zuschauern im Dringenberger Burgstadion besiegte der Bezirksligist Warburg 08 den A-Liga-Meister SV Menne mit 3:0 (wir berichteten). Auch wenn sich der SV nur mit dem Titel des Vizepokalsiegers schmücken konnte, gab es keine Verlierer.
Sowohl die beteiligten Mannschaften als auch der SV Dringenberg als Ausrichter blickten auf ein gelungenes Fußballfest. Es hatte etwas von Berlin. Unserer Bundeshauptstadt, in der einmal im Jahr das große DFB-Pokal-Finale ausgetragen wird. Naturgemäß konnten die fast 75.000 Zuschauer aus dem "großen" Finale nicht überboten werden, jedoch bereiteten zahlreiche Fans diesem Endspiel einen würdigen Rahmen. Die Dringenberger Burgmusikanten sorgten schon vor dem Anpfiff mit der Nationalhymne für Pokalfeeling, doch spätestens als Burkhard Sturm, Trainer der siegreichen Warburger Sportfreunde, einem jungen Mädchen sein Autogramm auf das T-Shirt schrieb, war klar, dass diese Partie, dieses Event, etwas besonderes war.
Das unterstrich auch der Erfolgscoach: "Eine ganz tolle Atmosphäre. Ein großes Kompliment an die Veranstalter, die ein tolles Rahmenprogramm auf die Beine gestellt haben." Auch Ralf Kurten, Vorsitzender des SV Menne, war deutlich angetan: "Die Siegerehrung hat mir sehr gut gefallen. Da hat man sich richtig viel Mühe gegeben."
Andre Nolte, Leistungsträger des SV Menne, sollte es nach dem Spiel als "etwas ganz besonderes" bezeichnen. Verpasst hatten die Spieler beider Mannschaften die ebenso furiose wie auch artistische Halbzeitshow der Cheerleader von den Paderborn Baskets, die die Zuschauer mit atemberaubenden Kunststücken und charmantem Auftreten unterhielten. "Das ärgert die Jungs, dass sie die Mädels nicht sehen können", verriet Menne-Coach Burkhard Sarrazin vor der Partie mit einem Augenzwinkern.
Abseits vom Rahmenprogramm durfte jedoch auch der sportliche Aspekt der Veranstaltung nicht übersehen werden. Burkhard Sturm sah einen verdienten Sieg seiner Mannschaft, zollte jedoch auch dem Gegner Respekt: "Hinten raus ist der Sieg verdient. Menne hat es uns zunächst jedoch sehr schwer gemacht und uns alles abverlangt." Auch sein Pendant Burkhard Sarrazin war keineswegs niedergeschlagen: "Wir konnten erhobenen Hauptes vom Platz gehen. Wir haben 70 Minuten lang super mitgehalten."
Nach der Siegerehrung, bei der beide Mannschaften dem jeweils anderen Team Spalier standen und somit ihren Respekt erwiesen, ereigneten sich ausgelassene Feierszenen bei den Warburger Sportfreunden. Besonders der junge Maurice Wengatz war nicht mehr zu halten und verpasste seinen Mitspielern die eine oder andere Bierdusche. Der routinierte Stefan Kloidt verriet indes: "Die Spieler haben sich um einen Platz in der Startelf gekloppt. Jeder wollte unbedingt mit der Nationalhymne auflaufen."
Den Verantwortlichen des SV Dringenberg war die Erleichterung über einen reibungslosen Ablauf am späten Abend ins Gesicht geschrieben. "Alles ist super gelaufen. Vielen Dank an alle Helfer. Nach den ganzen negativen Schlagzeilen in den letzten vier Wochen war das mal wieder ein sehr positives Ereignis", so der Vorsitzende Klaus Rehermann. Auch Geschäftsführer Christian Rohe schien eine große Last von den Schultern zu fallen: "Ich bin total stolz. Gemeinsam mit den beteiligten Vereinen haben wir neue Impulse für diesen Wettbewerb gesetzt." Bei strahlendem Sonnenschein sahen die Zuschauer ein Fußballfest.
Quelle: Neue Westfälische v. 05.06.2010, von Dennis Pape
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